Framekit Technical Specification Geometry Presse

Technical Specification
 
Schwerpunkt
Die zentrale Anordnung eines kompakten Planetengetriebes im Hauptrahmen bewirkt einen zentralen, niedrigen Schwerpunkt und ein niedriges Massenträgheitsmoment des Fahrrades, da die Gesamtmasse nahe dem Schwerpunkt konzentriert ist. Der Schwerpunkt des Komplettrades liegt an der Position der Getriebeachse. Ein niedriges Massenträgheitsmoment ist entscheidend für hohe Wendigkeit und leichte Manövrierbarkeit bei Sprüngen.
 
Getriebe
Zurückgegriffen wurde in diesem Fall auf die Nutzung einer 14 – Gang Rohloff – Speedhub® Getriebenabe. Sie stellt derzeit das Optimum der Getriebetechnik im Fahrradbau dar, da sie die höchste Übersetzungsbandbreite aller derzeitigen Fahrradgetriebesysteme besitzt und diese mit hoher Haltbarkeit, geringem Gewicht und hoher Wartungsarmut kombiniert. Prinzipiell ist es aber möglich, dass alle Getriebenaben mit einem Außendurchmesser vom max. 110 mm sowie einer Klemmbreite von max. 135 mm eingebaut werden können. So z.B. die Shimano® Nexus – Nabe.
 
Kinematik
Die Kinematik des Hinterbausystems ist Kernstück einer jeden Entwicklung im Full – Suspension – Bereich. Das verwendete Parallelogrammsystem eliminiert alle aus dem Antrieb resultierenden Einflüsse auf den Dämpfer. Da die Wirkrichtung der Kettenzugkraft immer parallel zur Verbindungslinie der Drehpunkte verläuft, ist das Entstehen eines Antriebseinflusses in Form eines Drehmomentes um den Momentanpol unmöglich.
 
Ansprechverhalten
Aus gutem Ansprechverhalten folgt gute Bodenhaftung, da ständig ein Reibschluss von Reifen und Fahrbahn besteht. Es wird neben der Art der Lagerung hauptsächlich von der Raderhebungskurve und von den ungefederten Massen bestimmt. Ungefederte Massen beschreiben alle Bauteile des Rades, welche sich vor den Federelementen befinden. Auf Grund der Massenträgheit bewegt sich der Hinterbau umso langsamer, je höher die Masse der ungefederten Bauteile ist. Die auftretenden Stöße werden daher auch langsamer von den Federelementen abgebaut. So kann es passieren, dass ein Federelement nach einem Stoß nicht schnell genug wieder ausfedert und den nächsten Stoß mit einer komprimierten Feder aufnehmen muss, was spürbar das Ansprechverhalten verschlechtert. Im „Stonedigger DH“ wurden die ungefederten Massen durch den Verzicht auf Schaltkomponenten am Hinterbau wesentlich verringert. Die Raderhebungskurve trägt ebenfalls stark zu einem guten Ansprechverhalten bei. Da der Kraftstoß durch fahren über ein Hindernis immer schräg nach hinten oben zeigt, sollte sich das Hinterrad beim Einfedern, wie auch beim hier konstruierten Rad, in diese Richtung wegbewegen. Anderenfalls wird nur ein Teil der Energie durch die Federung, der Rest durch die Lager und Rahmenbauteile aufgenommen.
 
Lagerung
Gerade bei Mehrgelenksystemen ist es notwendig, wegen den hohen Kräften, die aus axialen und radialen Richtungen auf die Lagerpunkte wirken, hochwertige Industrielager zu verwenden. Entsprechend verwendeten wir beidseitig gedichtete, zweireihige Schrägkugellager der Firma INA.